Tarifrunde Druckindustrie 2026: Standort Deutschland sichern, Perspektiven schaffen!
Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM) ruft die Gewerkschaft ver.di zum Start der Tarifverhandlungen am 6. Juli 2026 zu einem konstruktiven Dialog auf. Statt einer ritualisierten Tarifauseinandersetzung braucht die Branche zukunftssichere Perspektiven für Druckunternehmen und ihre Beschäftigten in Deutschland.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, das gilt auch und in besonderem Maße für die Druckbranche. Auslastung, Produktivität, Umsatz und Beschäftigung entwickeln sich seit längerem negativ.
Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb. Druckprodukte werden zunehmend in Ländern mit deutlich niedrigeren Produktionskosten hergestellt. „Die Unternehmen der Druckindustrie leiden unter der schwachen Auftragslage. Weder Wachstum noch konjunkturelle Erholung sind in Sicht. Damit fehlt den Unternehmen der notwendige Spielraum für zusätzliche Belastungen,“ erklärt Dr. Klemens Berktold, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Geschäftsführer FUNKE Druckzentrum Niedersachsen GmbH.
Die Forderung der Gewerkschaft nach Lohn- und Gehaltserhöhungen um 7 Prozent zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ist aus Sicht der Arbeitgeber angesichts der wirtschaftlichen Situation vieler Druckereien nicht finanzierbar.
„Eine derartige Erhöhung der Arbeitskosten würde die Situation vieler Betriebe spürbar verschärfen, Investitionen bremsen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland schwächen.“Wir als Tarifpartner müssen unserer Verantwortung gerecht werden. Die Druckindustrie braucht jetzt keine ritualisierte Tarifauseinandersetzungbetont sondern einen konstruktiven Dialog, der realistische Perspektiven für unsere Branche sichert." Dr. Klemens Berktold mit Blick auf die Tarifverhandlungen.
Weitere Informationen zur Tarifrunde Druck 2026 mit Kennzahlen zur Branche und unseren Positionen finden Sie auf unser speziellen Themenseite zur Tarifrunde 2026. (BVDM)
