Die BVDM-Verhandlungskommission war mit der Erwartung in die dritte Tarifverhandlungsrunde für die Druckindustrie gegangen, sich einem Abschluss zu nähern. Eine Einigung konnte jedoch noch nicht erzielt werden. Der Verhandlungsführer des BVDM, Dr. Klemens Berktold, verwies auf die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Druckunternehmen und betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Tarifabschlusses, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe berücksichtigt. Er forderte die Gewerkschaft auf, von ihrer unrealistisch hohen Forderung abzurücken und eigene Vorschläge für eine Einigung zu entwickeln. Während der 12-stündigen Verhandlungsdauer erörterten die Tarifvertragsparteien intensiv unterschiedliche Ansätze für einen Tarifabschluss. Dabei sind die Arbeitgeber der Gewerkschaft entgegengekommen und haben verschiedene Lösungsmöglichkeiten eingebracht. Umso bedauerlicher ist es aus Sicht der Verhandlungskommission des BVDM, dass keine Einigung erreicht werden konnte. Kritisch bewertet der BVDM die von ver.di unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht aufgenommenen Warnstreikaktivitäten. Aus Sicht der Arbeitgeber schaden diese Arbeitskampfmaßnahmen Unternehmen, die wirtschaftlich ohnehin stark unter Druck stehen, erschweren die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung und tragen nicht dazu bei, die bestehenden Differenzen zu überbrücken. Der BVDM appelliert daher an die Gewerkschaft, den Fokus auf konstruktive Verhandlungen am Verhandlungstisch zu legen, um zeitnah zu einem tragfähigen Tarifabschluss zu gelangen. Die Tarifparteien haben vereinbart, die Verhandlungen am 1. Oktober 2026 in Frankfurt a.M. fortzusetzen. Die heutige Pressemitteilung des BVDM sowie laufende Updates zur Tarifrunde finden Sie auch auf der BVDM-Website unter: https://www.bvdm-online.de/bvdm/branchenportal/arbeit-tarif/tarifpolitik/tarifrunde-2026.