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#WirtschaftImpft #WirtschaftTestet

Druckindustrie testet und impft

Systematisches Testen und Impfen ist eine erfolgsversprechende Strategie zur Eindämmung von Corona. Die Unternehmen der Druck- und Medienindustrie sind mit dabei!

Die Druck- und Medienunternehmen kämpfen seit nunmehr über einem Jahr mit großem Engagement gegen die Pandemie unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Sicherung der Arbeitsplätze. Sie setzt dabei mit bislang großem Erfolg auf umfassende Hygienekonzepte am Arbeitsplatz sowie die verstärkte Nutzung von Homeoffice. Mit der Strategie des systematischen Testens auf das Corona-Virus sowie des Impfens auch in den Betrieben werden die Bemühungen der Unternehmen um ganz entscheidende Bausteine ergänzt.

Die Politik ist in dieser entscheidenden Phase der Pandemiebekämpfung aufgefordert, die Bemühungen der Unternehmen bestmöglich zu unterstützen mit einer klaren und verlässlichen Linie. Denn nur dann entsteht die notwendige Planungssicherheit, die für effektives und erfolgreiches Handeln erforderlich ist.

Rechtliche Anforderungen

Testen und Impfen gegen Corona in den Unternehmen wirft viele Fragen auf, angefangen bei der konkreten Umsetzung über den Umgang mit positiven Tests bis hin zum Thema Datenschutz. Hier finden VDMB-Mitglieder Antworten.

Informationen zum Thema Impfen

Informationen zum Thema Testen


Best Practice Druckunternehmen

Die Unternehmen der Druck- und Medienbranche stellen sich der Corona-Pandemie und setzen seit Beginn der Krise auf umfassende Hygienekonzepte und nun auch auf Selbsttestes und Impfen in den Betrieben. Wie sie sich dieser neuen Herausforderung stellen, darüber berichten Geschäftsführer von Druckunternehmen. 

» Nachdem wir bereits seit Anfang Dezember 2020 die Mitarbeiter unserer Betriebe in Immenstadt und Krugzell auf Corona-Infektionen getestet hatten und damit das Infektionsgeschehen kontrollieren sowie Quarantäne-Maßnahmen zielgerichtet festlegen konnten, war die betriebliche Impfung ein wichtiges Ziel für uns. Als Teilnehmer des Modellprojektes der Bayerischen Wirtschaft haben wir am 14. Mai mit der priorisierungsfreien Impfung begonnen. Die Resonanz unserer Mitarbeiter ist hoch mit positiven Rückmeldungen. Im Grunde agieren wir dabei als Verlängerung der Impfzentren und unterstützen mit unseren Mitarbeitern den administrativen Prozess. Ich kann mir gut vorstellen, so auch bei zukünftigen (Nach-)Impfungen zu verfahren und damit das System zu unterstützen. «
Ulrich Eberl, Geschäftsführer Eberl & Kœsel GmbH & Co. KG
» Ich habe mich sehr gefreut, dass die mgo im Mai allen Mitarbeitenden kurzfristig ein erstes betriebliches Impfangebot gegen das Corona-Virus machen konnte, das sehr gut angenommen wurde. Die Impfung erfolgte durch unseren Betriebsarzt über die hausärztliche Einbindung in die Corona-Impfstrategie. Hierüber stand der Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung. Ich persönlich bin sehr froh, dass dieses Angebot, das auf freiwilliger Basis wahrgenommen werden konnte, so frühzeitig möglich war. So sinnvoll Schnelltests sein mögen, einen verlässlichen Schutz bietet am Ende nur die Impfung. «
Jörg Schild-Müller, Geschäftsführer mgo360 GmbH & Co. KG
» Wir denken, dass es derzeit sehr wichtig ist, auch als Unternehmen alles Mögliche zu tun, um die Pandemie auszubremsen. Wir haben uns kurzfristig mit dem Betriebsrat abstimmen können und eine einheitliche Testregelungen für alle Mitarbeiter festgelegt. Die Tests waren zum Glück schnell verfügbar! Für uns ist es sehr wichtig, dass es sich um eine Ergänzung unserer Hygienemaßnahmen handelt und nicht um einen Ersatz für Masken und Abstand! Dies muss sicher fortlaufend kommuniziert werden! «
Ulrich Stetter, Geschäftsführer Schleunungdruck GmbH und Druckhaus Mainfranken GmbH
» Wir bemühen uns schon seit mehreren Monaten, durch PCR-Tests gemeinsam mit den Beschäftigten Corona-Fälle frühzeitig zu entdecken. Da viele Mitarbeiter an unseren Maschinen am Standort tätig sind und deshalb kein Homeoffice möglich ist, animieren wir schon seit längerem zu regelmäßigen Tests in den vorhandenen Testzentren und stellen Mitarbeiter dafür auch frei. Mit den jetzt endlich verfügbaren Schnelltests setzen wir seit Anfang März auf eine innerbetriebliche Teststrategie, um unsere Mitarbeiter dreimal pro Woche auf eine möglich Erkrankung zu testen. Wir benötigen dringend Schnelltests in ausreichender Anzahl zu vernünftigen Kosten und zudem öffentliche und mitarbeiterrechtliche Akzeptanz für diese unkomplizierte, unbürokratische und hoch effiziente Art der Pandemiebekämpfung. «
Thomas Leckert, Geschäftsführer Spintler Druck und Verlag GmbH
» Seit August 2020 setzen wir Schnelltests ein. Wir bieten unseren Mitarbeitern mindestens einmal wöchentlich die Möglichkeit zum Testen durch einen HNO-Arzt im Unternehmen. Die Teststrategie flankiert unsere anderen Schutzmaßnahmen. Dadurch ist es uns gelungen, das Infektionsgeschehen im Unternehmen im Griff zu behalten und Corona-bedingte Produktionsausfälle zu verhindern. Wir setzen diese Konzepte schon seit einem Jahr durch, um unser Unternehmen am Laufen zu halten. Es amüsiert mich schon sehr, dass die Politik uns nun dazu verpflichten möchte. «
Johannes Helmberger, Geschäftsführer Fr. Ant. Niedermayr GmbH & Co. KG
» Bereits im Februar 2020 erkannten wir die Brisanz des Infektionsrisikos und setzten die Empfehlungen der WHO unverzüglich um. Im konstruktiven Konsens arbeiteten wir gemeinsam mit unserem Betriebsrat einen Katalog an Präventionsmaßnahmen aus, der über eine Betriebsvereinbarung geregelt und kontinuierlich dem neuesten Stand der Entwicklungen angepasst wird. Zusätzlich zu den bereits veranlassten Schutzvorkehrungen begann unser Betriebsarzt frühzeitig bei jedem in unserem Haus aufgetretenen positiven COVID-19 Fall großzügig das gesamte Umfeld an Kontaktpersonen zu testen um weitere Infektionen ausschließen und gegebenenfalls Infektionsketten unterbrechen zu können. Das Verfahren hat sich positiv bewährt und wird auch weiterhin fortgeführt. Allen in Präsenz arbeitenden Beschäftigten wird außerdem die Möglichkeit geboten, einmal wöchentlich im Betrieb einen Selbsttest durchzuführen. Diese Teststrategie ist ein entscheidender Baustein von vielen Maßnahmen, die ineinander greifen. Um einer „Corona-Müdigkeit“ entgegenzuwirken werden die Mitarbeiter*innen zum Thema Infektionsrisiko und -vermeidung regelmäßig sensibilisiert und aktiv mit eingebunden. Als weiterführende Maßnahme wollen wir unsere Beschäftigten betrieblich impfen lassen um das allgemeine System zu entlasten. Unser Betriebsarzt bemüht sich deswegen seit Wochen bei den zuständigen Ämtern, von denen es leider bisher keine positive Reaktion hierzu gab. «
Josef Schießl, Geschäftsführer Süddeutscher Verlag Zeitungsdruck GmbH

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