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07. Oktober 2022

VDMB fordert schnelle Umsetzung der Energiepreisbremse

Rohstoff- und Energiekrise: VDMB fordert Verlässlichkeit und Planungssicherheit von der Politik. Christoph Schleunung für drei weitere Jahre zum Vorsitzenden gewählt.

Die Herausforderungen für die Unternehmen der Druckbranche sind gegenwärtig so groß wie schon lange nicht mehr. Auf der Jahrestagung des Verbandes Druck und Medien Bayern warnte der Landesvorsitzende Christoph Schleunung eindrücklich vor den Gefahren einer verlängerten Energiekrise: „Schon heute sehen sich die Unternehmen in Deutschland mit explodierenden Strom- und Gaspreisen konfrontiert. Auf Dauer werden das viele Betriebe nicht schaffen können.“ In Folge der Energiekrise sehen sich die Unternehmen der Druck- und Medienbranche gravierenden Preiserhöhungen für grafische Papiere gegenüber. Die dadurch ausgelösten Kostensteigerungen könnten aber nicht mehr von allen Kunden mitgetragen werden. Schleunung appellierte daher an Bund und Länder: „Wir benötigen dringend die angekündigten Strom- und Gaspreisbremse, um zu einem für die Unternehmen wirtschaftlich vertretbaren Energiekostenniveau zurückzukehren. Genauso benötigen wir aber auch die Ausweitung des bestehenden Angebots an Energie, um die Preise dauerhaft zu dämpfen. Dazu müssen wir alle verfügbaren Potentiale nutzen, sei es durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Kohleverstromung, durch Flüssiggasterminals sowie durch die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke.“

Eindringlicher Appell an die Politik

Der Verband begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung, sich auf eine Gas- und Strompreisbremse zu verständigen. Gerade kleinere und mittlere Betriebe sollen von dieser Energiekostenabfederung profitieren. Schleunung: „Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen schnell umzusetzen. Denn unsere Unternehmen brauchen die Entlastungen sofort. Und vor allem brauchen wir dringend wieder mehr Verlässlichkeit im politischen Handeln, das uns Unternehmen wieder Planungssicherheit bietet.“ Dennoch hat der Landesvorsitzende seinen Optimismus und sein Vertrauen in die Branche nicht verloren: „Gerade für die Druckindustrie ist der Zustand der Krise kein unbekannter. Und immer wieder hat sich unsere Branche als stark genug erwiesen, den richtigen Weg in eine erfolgreiche Zukunft einzuschlagen. Garant dafür waren die Innovationskraft, die Menschen in den Unternehmen und vor allem auch die eigenen Produkte.“ Schleunung ist sich sicher: „Auch die gegenwärtige Krise werden wir meistern: gemeinsam und mit einer starken Stimme!“

Schleunung als Vorsitzender wiedergewählt

Neben der Diskussion der aktuellen Branchenthemen wurde auch der Vorstand des VDMB für drei Jahre neu gewählt. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes Druck und Medien Bayern haben dabei Christoph Schleunung, geschäftsführender Gesellschafter der Schleunungdruck GmbH und der Druckhaus Mainfranken GmbH in Marktheidenfeld, erneut als ihren Landesvorsitzenden für weitere drei Jahre bestätigt. Die Versammlung bestätigte ebenfalls die bisherigen Vorstandsmitglieder Thomas Feuerlein (Karl Rädisch GmbH & Co KG, Emskirchen), Thomas Maul (Oberpfalz Medien, Weiden) und Andreas Ullmann (Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg). Neu in den Vorstand gewählt wurden Matthias Manghofer (Gebr. Geiselberger GmbH, Altötting) und Oliver Stapfer (L/M/B Druck, Nürnberg). Außerdem gehört Holger Busch als geschäftsführendes Vorstandsmitglied dem Gremium an. Für Ihr Engagement im Vorstand bedankte sich Schleunung bei Hannes Riebl (Riebl-Siebdruck GmbH, Ergolding) und Dominik Metzler (PASSAVIA Druckservice GmbH & Co. KG, Passau), die beide aus dem Vorstand ausgeschieden sind.

Bild: Christoph Schleunung, Vorstandsvorsitzender VDMB

Zur Pressemitteilung: "Bayerischer Druck- und Medientag: Handlungsfähiges Europa für unsere Zukunft wichtiger denn je"

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