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14. April 2021

vbw: Erweiterung der Arbeitsschutzverordnung unnötig

Brossardt: „Freiwilligkeit ist die bessere Lösung“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt die Erweiterung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung um eine Angebotsverpflichtung der Unternehmen hinsichtlich Corona-Tests ab. „Es wäre besser gewesen, beim Prinzip der Freiwilligkeit zu bleiben. Denn das klappt gut. Unsere Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und leisten durch umfassende betriebliche Hygienekonzepte einen großen und erfolgreichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung.

Das zum Ausdruck gebrachte Misstrauen gegenüber den Unternehmen entbehrt jeder Grundlage“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die vbw verweist auf eine im März 2021 unter 3.300 bayerischen Unternehmen durchgeführte Umfrage, nach der bereits heute rund 75 Prozent der Betriebe in Bayern ihren Belegschaften aus eigenem Antrieb Tests zur weiteren Erhöhung des Gesundheitsschutzes anbieten oder planen, dies zu tun. „Das Problem ist derzeit: Antigen-Schnelltests können aktuell nur mit fachkundigem Personal durchgeführt werden, das derzeit nicht ausreichend verfügbar ist. Deswegen setzen viele Unternehmen auf Selbsttests. Das Problem ist, dass Selbsttests derzeit nicht ausreichend und nicht schnell genug verfügbar sind. Dies berücksichtigt die beschlossene Verordnung nicht“, erklärt Brossardt.

Die vbw erneuert ihren Aufruf, wo immer es geht, Corona-Testangebote für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuweiten. Um sie dabei bestmöglich zu unterstützen, betreibt die vbw seit April 2020 eine eigene Plattform für Corona-Schutzprodukte. „Mit unserer Plattform helfen wir den Betrieben in Bayern dabei, Corona-Testangebote für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, wo immer es geht. Von der nun zwangsverordneten Testpflicht halten wir jedoch nichts.

Mit Abstand, Maske, Testen und einem schnellen Impffortschritt können wir der Pandemie die Stirn bieten. Vor allem bei letzterem sollte der Bund seiner gesellschaftlichen Verpflichtung entschieden schneller nachkommen. Da sehen wir größeren Handlungsbedarf als bei der Einführung eines gesetzlichen Angebotsverpflichtung für Tests“, so Brossardt.

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