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10. März 2022

Papierkrise: Intergraf bittet Europäische Kommission um Unterstützung

Der europäische Dachverband Intergraf hat sich wegen der Knappheit von grafischen Papieren in Europa an den EU-Kommissar für den Binnenmarkt gewandt.

Intergraf hebt in seinem Schreiben vom 10. Februar 2022 an den EU- Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, die Bedeutung von Printmedien hervor und schildert die erheblichen Auswirkungen der Papierknappheit und gestiegenen Papierpreise auf die Branche. Dabei zeigt Intergraf die Auswirkungen der verringerten Produktionskapazitäten für grafische Papiere in Europa auf. Der anhaltende Streik in den nordischen Papierfabriken verschlimmere die Situation noch. Ein weiteres Problem stelle die mangelnde Verfügbarkeit von Altpapier dar. Auch die Entwicklung bezüglich der Umsetzung der EU-Forststrategie der Kommission für 2030 sei ein Grund zur Sorge, da damit die Verfügbarkeit von Holz zur Herstellung von Papier und Pappe weiter reduziert werde.
Schließlich weist Intergraf auf die bestehenden Einfuhrzölle der EU- Kommission für leichtgewichtige gestrichene Papiere aus China hin und fordert die EU-Kommission auf, die kritische Situation der Druckereien zu berücksichtigen, wenn eine mögliche Verlängerung dieser Zölle in Betracht gezogen wird. Ferner fordert Intergraf die EU-Kommission dazu auf, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, um eine ausreichende Versorgung mit Rohstoffen zu sichern.

Intergraf und die EU-Kommission werden sich im April 2022 zu einem Gespräch dazu treffen.

Die Schreiben von Intergraf und der EU-Kommission können Mitgliedsunternehmen hier herunterladen.

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