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11. November 2021

Fachkräftesituation verschärft sich

Die Ergebnisse der aktuellen bundesweiten Umfrage zur Ausbildungs- und Fach-kräftesituation sind weiterhin stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Die sinkende Anzahl an ausbildungsinteressierten Jugendlichen hat die Nachwuchskräftegewinnung erschwert. Die anziehende Konjunktur verschärft auch die Fachkräftesituation.

Nach dem drastischen Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2020 melden die Berufsschulen für die Druck- und Medienberufe wieder leicht steigende Schülerzahlen. Allerdings wird die Anzahl der Berufsanfänger in diesem Jahr noch weit unter dem Vor-Corona-Niveau liegen. Die endgültigen Zahlen erscheinen in der ZFA- Statistik Berufsausbildung und Fortbildung Druck und Medien im April 2022.

Bei der aktuellen Umfrage gaben 76 Prozent der Unternehmen an, dass sie ausbilden. Aus dieser Gruppe haben 63 Prozent in 2021 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dieser Anteil könnte höher liegen, da mehr als die Hälfte angaben, dass Sie keine geeigneten Bewerbungen und 45 Prozent sogar keine Bewerbungen für angebotene Ausbildungsstellen erhielten. Dies unterstreicht die Schwierigkeit, geeignete Jugendliche zu erreichen. Erstaunlicherweise haben nur 58 Prozent ihre Ausbildungsstellen bei den kostenfreien Ausbildungsplatz-börsen der Kammern und der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Präsenz-veranstaltungen zur Berufsorientierung fielen aus oder fanden nur unter Auflagen statt. Digitale Angebote konnten die Jugendlichen nicht in dem gewohnten Maß erreichen. So ist die Anzahl der Interessenten für eine duale Ausbildung weiter gesunken.

Durch die anziehende Konjunktur steigt auch wieder die Nachfrage nach Fachkräften. Während der Pandemie gingen den Unternehmen aufgrund von Kurzarbeit oder Entlassung Mitarbeiter verloren. Nur ein Drittel der teilnehmenden Unternehmen konnte ausgeschriebene Stellen problemlos besetzen. Allerdings wird der Aufschwung durch die Materialknappheit gebremst. Fehlendes Papier sorgt wieder für steigende Zahlen bei den Mitarbeitern in Kurzarbeit.
 

Den ausführlichen Ergebnisbericht der Umfrage erhalten Mitgliedsunternehmen hier.

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