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06. Oktober 2022

Energiekrise: Schnelle Entlastungsmaßnahmen gefordert

Verbände Druck und Medien fordern schnelle und wirksame Entlastungsmaßnahmen für die Unternehmen der Branche. In einem Brief an die Mitgliedsunternehmen bezieht Wolfgang Poppen, Präsident des bvdm, Stellung zur Energiekrise.

Angesichts rasant steigender Kosten für Energie und Rohstoffe fordert der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) von der Politik umfassende und zeitnahe Entlastungsmaßnahmen für Druck- und Medienunternehmen. Mit einem Brief an sämtliche Mitgliedsunternehmen der Verbände Druck und Medien unterstrich der Präsident des bvdm, Wolfgang Poppen, erneut, dass die Verbände alles in ihrer Macht stehende tun, um die Betriebe in dieser Krise zu unterstützen.

Energie ist knapp und teuer. Deshalb fordert der bvdm von der Politik eine Ausweitung des Energieangebots durch die Nutzung aller Potenziale der Erneuerbaren Energien, der Kohleverstromung, durch Flüssiggasterminals sowie durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Zudem benötigt die Branche eine Strompreisbremse, bei der gerade kleine und mittelständische Betriebe subventioniert werden. Auch der Gaspreis muss gebremst werden, damit Druck- und Medienunternehmen vor untragbaren Kosten geschützt werden. Zahlreiche Druckereien sind auf den Einsatz von Gas in ihren Produktionsverfahren angewiesen.

In Schwierigkeiten geratene Unternehmen benötigen Liquiditäts- und Härtefallhilfen. Umfragen und Gespräche mit Branchenvertretern zeigen, dass die Druck- und Medienunternehmen die Bürokratie und Unberechenbarkeit staatlicher Hilfsmaßnahmen wie in der Coronazeit fürchten. Mit bloßen Krediterleichterungen über die KfW ist den Betrieben nicht geholfen.

Der bvdm ist in einem kontinuierlichen Austausch und Ringen nach Lösungen für die Drucker und die gesamte Wertschöpfungskette. Bereits im April hat sich der bvdm im Schulterschluss mit den Verbänden der Papierindustrie und der Verleger an das Bundeswirtschaftsministerium, an die Bundesnetzagentur sowie Vertreter aller Parteien gewendet und angemahnt, dass die Unternehmen der Wertschöpfungskette Print als unverzichtbare Teile der kritischen Infrastruktur eingestuft werden müssten. „Die Politik muss jetzt aufs Tempo drücken und schnell Entlastungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Hilfen für Druck- und Medienunternehmen auf den Weg bringen. Die Zeit drängt, bloße Ankündigungen helfen der Branche nicht weiter“, kommentiert bvdm-Präsident Wolfgang Poppen das nachdrückliche Engagement des Bundesverbandes.

Ein digitaler Lunch Talk zum Thema "Energiekrise. Was nun?" bietet Druck- und Medienunternehmen am 20. Oktober eine Informations- und Austauschplattform.

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