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18. Januar 2021

Home Office und Mobiles Arbeiten: vbw begrüßt steuerliche Anreize

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt Finanzminister Albert Füracker, der zur Eindämmung der Corona-Krise auch auf steuerliche Anreize für Home Office und Mobiles Arbeiten setzt. „Den Vorschlägen stimmen wir uneingeschränkt zu. Mobiles Arbeiten ist eine wichtige Sofortmaßnahme zur Bekämpfung des Corona-Virus. Die dafür notwendigen Investitionen dürfen hier nicht zum Engpass werden. Allerdings fehlt gerade jetzt oft die dafür notwendige Liquidität. Genau da setzen bessere Abschreibungsbedingungen an. Der bayerische Vorstoß ist ein wichtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

So fordert Bayern, die sogenannte GWG-Grenze auf 2.000 Euro zu erhöhen. Bis zu dieser Grenze können geringwertige Wirtschaftsgüter noch im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben werden. „Das schont die Liquidität von Unternehmen und unterstützt damit Home Office als zusätzliche Infektionsschutzmaßnahme. Home-Office sollte daher, wo immer es geht, eingesetzt werden“, so Brossardt.

Die vbw unterstützt auch den Vorschlag von Finanzminister Füracker für verbesserte Abschreibungsbedingungen auf digitale Investitionen. „Die digitale Transformation ist in vollem Gange, wenn auch überschattet durch die Corona-Pandemie. Als Schritt auf dem Weg aus der Krise heraus ist es konsequent und die richtige Entscheidung, hier entschlossen den Fortschritt zu fördern“, findet Brossardt und fordert: „Auch steuerliche Anreize für die Arbeitnehmer sind zu verbessern. Verbesserungswürdig wäre zum Beispiel die sehr enge Home Office Pauschale.“

Die vbw stellt auch klar, dass Home Office an Grenzen stößt. „Nicht alle Probleme können mit Geld gelöst werden. In der Produktion, in vielen Service-Funktionen oder wenn spezielle Geheimhaltung erforderlich ist, kommt Home Office nicht in Frage“, so Brossardt und ergänzt: „Eine verpflichtende Quote zu Home Office lehnen wir daher entschieden ab. Wir setzen auf pragmatische Absprachemodelle zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten – in individueller Form oder als Betriebsvereinbarung, und wir begrüßen steuerliche Anreize, die das erleichtern.“

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