Menu
25. August 2021

Druck- und Medienverbände sehen Entwicklungen auf den Papiermärkten mit großer Sorge

Appell an Hersteller und Händler – Empfehlungen an Druckereien und Kunden – kostenfreies Online-Event zu den Turbulenzen auf den Papiermärkten

Die Druck- und Medienverbände in Deutschland verfolgen die aktuelle Entwicklung auf den Papiermärkten mittlerweile mit großer Sorge. Zunehmend klagen Druckereien darüber, dass benötigtes Papier nicht rechtzeitig geliefert werden kann mit der Konsequenz, dass eine steigende Anzahl von Druckaufträgen nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Obendrein machen sich Rohstoffengpässe und steigende Logistikkosten bereits in spürbaren Verteuerungen für grafische Papiere bemerkbar.

Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielfältig und reichen von stillgelegten bzw. umgestellten Produktionskapazitäten für grafische Papiere über aktuelle weltweite Logistikprobleme, Nachfrageüberhänge aus dem Ausland sowie gestiegene Holz- und Zellstoffpreise. Vieles deutet gegenwärtig daraufhin, dass dies keine temporär kurzfristig begrenzte Entwicklung ist, sondern die Branche noch länger beeinflussen wird.

Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung appellieren die Verbände an die Papierhersteller und deren Lieferanten auch weiterhin alles ihrerseits dafür zu tun, dass die Lieferketten nicht nachhaltig beschädigt werden. Wenn die Produktion von Printprodukten nicht terminlich zuverlässig und wirtschaftlich vertretbar durchgeführt werden kann, wird dies unweigerlich dazu führen, dass Kunden ihre Kommunikationsbudgets noch stärker in Richtung digitaler Kanäle verlagern. Das wiederum würde Papierproduzenten, Papierhändler und Druckereien gleichermaßen treffen.

An die Kunden der Druckereien richten die Verbände die Empfehlung, rechtzeitig auf die eigenen Druckpartner zuzugehen und von vornherein längeren Lieferzeiten bei der Planung der eigenen Druckprodukte zu berücksichtigen. Zudem empfehlen die Verbände, mehr Flexibilität bei der Papierwahl umzusetzen, um bestehende Engpässe rechtzeitig ausgleichen zu können. Beides hilft Kunden und Druckereien, eine weitsichtige, wirtschaftliche und zeitlich verbindliche Produktionsplanung sicherzustellen.

Angesichts dieser Entwicklungen auf den Rohstoff- und Logistikmärkten müssen Kunden erhöhte Materialkosten in ihren Etats einplanen. Da neben dem Papier auch die Preise für Druckplatten, Farben, Lacke, Kleber, Energie und Logistikdienstleistungen steigen, ist konsequenterweise auch von einer Verteuerung von Printprodukten auszugehen.

Für die Druckereien sprechen die Verbände folgende Empfehlungen aus:

  1. Sprechen Sie mit Ihren Papierhändlern und -herstellern über die zu erwartende Lage, stimmen Sie rechtzeitig und verbindlich Liefermengen und -termine ab.
  2. Informieren Sie Ihre Kunden transparent über die Entwicklung auf den Papiermärkten und die damit verbundenen Konsequenzen. Dies gilt insbesondere für längere Lieferzeiten, mehr Flexibilität bei der Papierwahl und notwendige Preisanpassungen.
  3. Bereiten sie ihren Vertrieb auf anstehende Preiserhöhungsgespräche vor und versorgen sie ihn mit transparenten und nachvollziehbaren Argumenten.
  4. Stellen Sie Ihren Einkauf auf die veränderte Lage ein. Hinterfragen Sie bestehende Prozesse und verschaffen Sie sich Transparenz über die Marktentwicklung.
  5. Nutzen Sie bei rechtlichen Fragen zur Bewertung von Lieferverträgen die Expertise Ihrer Verbände

Das kostenfreie Online-Event infoKompakt: Turbulenzen auf den Papiermärkten informiert am 9. September, 16:00 bis ca. 17:30 Uhr über Zusammenhänge, Hintergründe und Konsequenzen und bietet Argumente und Hilfestellungen für Kundengespräche.

Zurück