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03. Mai 2021

Deutsche Druck- und Medienindustrie April 2021: Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimaindex vorerst beendet

Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche in den letzten zwei Monaten stark aufgehellt hatte, kühlte es sich im April wieder ab. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 5,3 Prozent.

Im April beurteilten die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre Geschäftslage ähnlich wie im März. Ihre Erwartungen bzgl. Ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung hingegen, fielen pessimistischer als im Vormonat aus. Die Werte der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage be-stimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlauf¬indikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Nachdem der saisonbereinigte Geschäftslageindex im Februar und März gestiegen war, stagnierte er im April mit 85,7 Punkten nahezu auf dem Vormonatswert – das Minus betrug lediglich 0,3 Prozent. Damit notierte der Index erstmals seit Ausbruch der Coronakrise wieder über seinem Vorjahresniveau – das Plus betrug 5,0 Prozent. Der zentrale Grund für diesen Anstieg im Vorjahresvergleich ist ein statistischer Basiseffekt. Im April 2020 war der Index coronabedingt auf ein historisches Tief gestürzt, sodass der aktuelle Vorjahresvergleich nun sehr positiv ausfällt. Dieser Basiseffekt erklärt auch den hohen Anstieg der Kapazitätsauslastung, die im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent zulegte. Nach wie vor liegt sie allerdings deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 82,2 Prozent. Neben dem Auftragsmangel, sorgen zurzeit auch Engpässe bei Vorprodukten für eine Beeinträchtigung der Produktion. So klagten im April 25 Prozent der von Produktionsbehinderungen betroffenen Unternehmen über Materialknappheit – dies ist der höchste Wert seit 2010.

Dass sich trotz der stabilen Geschäftslage das Geschäftsklima eintrübte, ist darauf zurückzuführen, dass die Druck- und Medienunternehmen ihre für die nächsten sechs Monate erwartete Geschäftslage schwächer als im Vormonat beurteilten. Im April sank der sai¬sonbereinigte Index der Geschäftserwartungen um 10,2 Prozent auf 104,5 Punkte und gab damit den gesamten Zuwachs vom März wieder ab. Nachdem der Index in den letzten beiden Monaten deutlich zulegen konnte, korrigierten die Unternehmenslenker ihre Erwartungen im April wieder nach unten. Der zentrale Grund für diese Korrektur ist das derzeit wieder sehr dynamische Infektionsgeschehen, welches die zuletzt aufgekommenen Hoffnungen auf eine baldige wirtschaftliche Erholung dämpft. So gaben im April 92 Prozent aller Befragten an, dass ihre derzeitige Produktionskapazität ausreicht, um vorhandene sowie für die nächsten 12 Monate erwartete Aufträge zu fertigen. Dass trotz dieses vormonatlichen Rückgangs ein außergewöhnlich starker Indexanstieg im Vorjahresvergleich in Höhe von 26,6 Prozent registriert werden konnte, liegt auch in diesem Fall an einem statistischen Basiseffekt.

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