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07. März 2022

bvdm stellt sich gegen den französischen Vorstoß, Druckfarben zu reglementieren

Frankreich strebt ein Verbot bestimmter Kohlenwasserstoffe in Druckfarben an. Damit wäre eine in Deutschland legal produzierte Zeitung in Frankreich nicht mehr erlaubt. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) lehnt diese Hürde für den freien Warenverkehr ab.

Frankreich hat einen Verordnungsentwurf zum Einsatzverbot bestimmter Inhaltsstoffe für Druckfarben ins TRIS-Notifizierungsverfahren vorgelegt. Bis zum 7. April 2022 können die Mitgliedstaaten ihre Einwände gegen die Verordnung vortragen. Der bvdm hat aufgrund der Folgen  einer solchen Verordnung für die deutsche Druck- und Medienwirtschaft die verantwortlichen Ministerien mit einer Stellungnahe vor den Konsequenzen gewarnt.

Der bvdm sieht solche Alleingänge einzelner europäischer Länder mit Sorge. „Europa steht für den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Gerade jetzt darf dieses Erfolgsmodel nicht durch Einzelinteressen verwässert werden“, konstatiert Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des bvdm. 

Neben den Schreiben an die Ministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit (BMUV) und Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat sich der bvdm mit einer umfassenden Stellungnahme an der EU-Konsultation beteiligt und auf die mit dem Vorstoß verbundenen Schwierigkeiten für Druckereien hingewiesen.

Die Stellungnahme kann auf der bvdm-Webseite eingesehen werden.

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