Menu
11. Juli 2022

bvdm: Obi – der scheinheilige Greenwasher

Die Obi-Baumärkte geben ihre gedruckten Prospekte auf, stellen auf Online-Kommunikation um und begründen diesen Schritt mit „der Umwelt zuliebe“. Dieses Argument ist scheinheilig, denn online-Kommunikation ist nicht nachhaltiger als Print. Im Rahmen seiner Initiative Green Printing statt Greenwashing ruft der bvdm das Unternehmen zu Ehrlichkeit auf. Denn tatsächlich geht es dem Konzern ums Geld und nicht ums Klima.

Selbstverständlich steht es jedem Unternehmen frei, sich gegen bedrucktes Papier zu entscheiden. Die Umstellung auf digitale Kanäle jedoch mit „der Umwelt zuliebe“ zu begründen, ist eine Argumentation, die nicht trägt. Die Druckindustrie gehört zu den nachhaltigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Die digitale Kommunikation dagegen, mit ihrem deutlich größeren Bedarf an Energie und nicht nachwachsenden Rohstoffen ist mitnichten umweltfreundlicher als Print. Das belegt eine Studie des VDMA. „Unternehmen, die sich von Print abwenden, wollen Geld für Produktion und Distribution einsparen. Eine legitime Entscheidung, aber das sollte man seinen Kunden auch so sagen“, mahnt Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien an. Dass stattdessen eine ganze Wertschöpfungskette in Misskredit gebracht wird, ist für den bvdm nicht hinnehmbar.

Verschärft wird die Obi-Werbekampagne gegen Print von öffentlichen Äußerungen der Führungskräfte gegenüber der Presse wie „Print ist kein Kanal der Zukunft“.

Mit einem Schreiben hat sich der bvdm daher an die Obi GmbH & Co. Deutschland KG gewandt. Darin fordert der Verband den Konzern auf, Äußerungen, die be- und gedruckte Werke als umweltschädlich oder nicht zeitgemäß bezeichnen bzw. entsprechende Assoziationen oder Vermutungen hervorrufen, zu unterlassen.

Mehr Infos zur Initiative Green Printing statt Greenwashing finden Sie hier

Zurück