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17. August 2020

Ausbildung auch in der Krise nicht aus den Augen verlieren

Azubis von heute sind die Fachkräfte der Zukunft; Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt Druckunternehmen bei der Ausbildung

Die Corona-Pandemie stellt auch die Berufsausbildung in Unternehmen vor große Herausforderungen. Viele Betriebe haben zurzeit weniger Aufträge und nutzen Kurzarbeit, um die Beschäftigung der reduzierten Auftragslage anzupassen. „Wir sehen die Gefahr, dass der eine oder andere Unternehmer in der gegenwärtigen Lage zögert, neue Ausbildungsplätze anzubieten“, warnt Holger Busch, Hauptgeschäftsführer Verband Druck und Medien Bayern (VDMB).

„Die Ausbildung im eigenen Unternehmen ist nach wie vor das wichtigste Instrument, um dem drohenden Fachkräftemangel auch in der Druck- und Medienbranche wirksam zu begegnen. Ich mache mir große Sorgen, dass über das notwendige Corona-Krisenmanagement das Thema Ausbildung in diesem Jahr vernachlässigt wird“, so Busch. Laut Bundesagentur für Arbeit wurden im April gegenüber dem Vorjahr bereits 8 % weniger Ausbildungsstellen gemeldet. „Wir müssen aufpassen, dass sich dieser Trend nicht verstärkt und fortsetzt. Denn gerade in der Krise sollte man die Weichenstellungen für die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens mit höchster Priorität in den Fokus nehmen. Dazu gehören vor allem gut ausgebildete Mitarbeiter.“ Umso notwendiger ist es, dass die Unternehmen wie auch die Verbände ihre Aktivitäten ausbauen, junge Menschen für die Ausbildung in der Druck- und Medienbranche zu begeistern. Das ist ohne Ausbildungsmessen und Tage der offenen Tür natürlich nicht einfacher geworden.

Umso hilfreicher ist es, dass die Bundesregierung 500 Mio. € für das Förder-programm „Ausbildungsplätze sichern“ bereitgestellt hat. So können gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die von starken Umsatzeinbrüchen betroffen waren, Prämien für den Erhalt bzw. den Ausbau von Ausbildungsplätzen und die anschließende Übernahme beantragen. „Wir begrüßen diesen guten und wichtigen Anreiz für unsere Unternehmen, der Ausbildung die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken“, so Holger Busch. „Bei der Bean-tragung der Prämien stehen wir unseren Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat zur Seite.“

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